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Brief März 2020


Liebe Freunde,

es dürfte allen inzwischen klar geworden sein, dass wir gerade in einer sehr bemerkenswerten Zeitfrequenz angekommen sind. Die Evolution des Lebens beschenkte den Menschen mit einer so schnellen Entwicklung seiner geistigen Fähigkeiten, sodass wir heutzutage in der Gestaltung der äußeren Welt, insbesondere mithilfe der Technik und Wissenschaft, sehr weit gekommen sind. Unsere Intelligenz hilft uns täglich, sehr viele Menschen vor dem Tod zu bewahren. Doch brauchen wir eine höhere Erkenntnisebene in der derzeitigen Corona-Krise, um bestimmte Dinge in Beziehung zum Leben, Tod und der Liebe zu durchdringen und aus der richtigen, geeinten Wahrnehmung, die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele zu sehen und dementsprechend zu handeln. Unser intellektuelles Wachstum war notwendig, um auf den Weg der Selbsterkenntnis vorzurücken.

Allerdings steht die Menschheit jetzt mit dem Ausbruch des Coronavirus unmittelbar vor einem Abgrund. Obwohl ihre Zehnspitzen bereits über die Klippe ragen, wird sie die Kluft des Ichs überschreiten, die sie von sich selbst trennt. Dafür muss sie aus ihrem Larvenstadium ausbrechen und ihre Flügel (als Wingmaker) ausbreiten, um die menschliche Metamorphose abzuschließen. Die Evolution zu einem neuen Menschen kann nicht durch die weitere Ausweitung des Ichs in den Dimensionen von Körper und Geist geschehen. Durch unser Streben nach mehr hat das Ich an Schwere gewonnen. Wird es mit weiterem Gewicht belastet, droht in der jetzigen Situation sein Sturz. Doch spätestens im freien Fall wird sich das verpuppte Wesen aus seinem engen Kokon lösen, um sich zurück in sein wahres Zuhause zu erheben- dem Himmel auf Erden. Heute nähert sich die Menschheit immer mehr dem Umkehrpunkt, dem neutralen nüchternen und stillen Zustand, der in eine neue höhere Dimension des Geistes führt.

Mit diesem evolutionären Umkehrpunkt, der sich nun meiner Ansicht nach in den nächsten Jahren oder auch Jahrzehnten vollzieht, wird der begrenzte Geist in seine wahre Größe erlangen und sich ins Unermessliche ausdehnen. Sich seiner Intelligenz zu bedienen, um sich von anderen, innerhalb des Ichs, bedienen zu lassen, zeugt von einer Verwirrung, hervorgerufen durch geistige Trennung, die den anderen auf Distanz hält und nicht auf Augenhöhe. Wenn es uns gelingt durch die gerade entstandene Corona Krise unsere geistige Entwicklung abzuschließen, um auf die nächst höhere Ebene des allumfassenden Herzens zu wechseln, werden wir von der höchsten Kraft des Universums in eine völlig andere Richtung getragen, die wir nie zu denken wagten. Dieser Wandel steht uns jetzt bevor.

 

 Während dieser Wirren im Außen ist es gerade erforderlich, eine komplett wirklichkeitsbetonte Nüchternheit zu bewahren und die Phänomene, die sich uns kollektiv entgegenstellen, auch vernünftig zu prüfen, sie einzuschätzen und mit ihnen in einer wachen Aufmerksamkeit umzugehen. So werden neben der üblichen Ansteckungs-Ausbreitungs-Sichtweise, gerade in der Wissenschaft, nun verstärkt Stimmen laut, die verkünden, dass „der Virus NICHTS - und das Milieu ALLES“ sei, weil Viren und Bakterien sowieso immer um uns herumschwirren. Klar doch, von einigen Alleinkämpfern der Ärzte, Heilpraktiker und Wissenschaftler ausgesehen, war medizinisch schon immer das Milieu der Zelle wesentlich für den Zustand des Immunsystems. Alle Impfstoffe, Antibiotika und PenicillinPräparate, sowie eine falsche Ernährung durch Zucker, Molkereiprodukte, zu viel Eiweiß, Fleischkonsum oder neu gezüchtete Weizensorten (Glutenallergie), mit den dadurch sich ergebenden Fäulnis-Prozessen im Darm, haben schon immer das Milieu der Zelle und des Zellkerns geschwächt und verschiedene Krankheiten auf Körperebene hervorgerufen oder waren Angriffsfläche für weitere von außen eindringende pathogene Viren, Bakterien und Pilzerkrankungen aller Art.

 

Man könnte sagen, dass es in der gegenwärtigen psychologischen Aufbereitung der Pandemie gerade gar nicht um den Virus selbst geht, sondern um die Arbeit am Milieu, - genauer gesagt am Milieu der Angst, die wiederum dem Virus den Boden bereitet. Diese Angst verhindert, dass wir als Einzelne, wie auch als gesamte Menschheit, unseren Platz im Ganzen einnehmen. Dieser Platz, die Mitte des Ganzen, ist unsere göttliche Essenz und diese ist, wie bei unserem geistigen Spiegelbild der Sonne, auch von einer CORONA (übersetzt- Kranz oder Heiligenschein) umgeben. Die Essenz können wir aber nur ego-los, also angstfrei betreten und darin ganz natürlich unseren Platz im Jetzt einnehmen, als ein neuer Mensch, als Homo-Universalis, wie ich manchmal in den Gruppen betonte.

 

 

Ich will mich hier bei diesen Zeilen aber nicht so sehr mit den bisherigen Virus-Erkrankungen beschäftigen, sondern nur darauf hinweisen, dass Angst nie ein guter Ratgeber war und das Immunsystem mehr oder weniger schwächt. Die gute Botschaft in dieser Krise ist, dass wir während der geschenkten Zeit vermehrt die Chance haben, genau in diese psychologischen Themen einzusteigen. Indem wir uns jetzt unsere noch vorhandenen, bewussten oder auch unterdrückten Ängste anschauen, können wir auch erfühlen, was dahinter liegt. Gerade jetzt, in der auftauchenden Angst des Kollektivbewusstseins, sollten wir bewusst hinschauen, was in uns entgleist ist und was wir wirklich wollen. Wollen wir weiterhin in den selbst gewählten Realitäten eines in sich getrennten- und fragmentierten Geisteszustandes leben oder in der einen Wirklichkeit, die alle verbindet?

Alle Angst- und Panikattacken des Ichs sind letztlich auf unsere Trennung vom allumfassenden Ganzen, der Quelle, zurückzuführen.


"Wir sind nicht die Suchenden nach der Wahrheit, sondern wir sind bereits die Wahrheit, die sich dem
Suchenden bewusst ist. Allerdings werden wir diese Wahrheit, niemals sein können, solange uns die
Illusion von uns trennt, sie nicht bereits jetzt zu sein."

- Fabian Wollschläger

Solange wir noch im Evolutionsstadium des Ich, s kreisen, treiben wir zwischen der Freude am Leben und der Angst vor dem Tod hin und her. In diesem Zustand erfreut uns, im Ich, alles was uns dient. Wohingegen alle Ereignisse, Situationen und Umstände uns verängstigen, die uns schaden könnten. Hinter dieser Angst des Ichs stecken viele emotionalen Gefühle, wie Zweifel, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit, Trauer, Wut oder gar Hass, die grundsätzlich abgewehrt werden, aber gleichzeitig auf der Bühne des Ichs auch tragischerweise erfahren werden und zum Ausdruck im Spiefgelbild der Anderen kommen. Das Ich und unsere Ängste sind innerhalb der Identifikation damit untrennbar. Wir befinden uns stets in einer Spannung zwischen den falschen eingepflanzten Selbstbildern als unvollkommenen Teil und der Intuition, die immer in Kontakt mit unserem wahren Wesen ist. Daher versucht der Mentalkörper, der vom Ich derzeit besetzt ist, mit entsprechenden Gedanken zu einem vermeintlichem inhaltlichen Wachstum beizutragen und zu einer Vollkommenheit zu verhelfen, die in den Sicherheiten unendlicher Konzepte zu finden sind. Das Ich kann nicht wahrnehmen, dass es selbst und seine produzierenden Gedanken in sich bereits unvollständig sind, da sie abgetrennt von den anderen Bereichen des Energiekörpers geschehen und darin die mentale Programmierung isoliert von den anderen Bereichengeschieht. (Körper, Gefühle, Verbundenheit zu Anderen, Ausdruck und Stille). Im Vergleich ist es so, als wollte das Auge sich selbst wahrnehmen. Da es in seiner Wahrnehmung nach außen gerichtet ist, wird es sich selbst und sein Eingebunden sein in das Zusammenspiel des Körpers, nicht wahrnehmen können. Das Denken, der Mentalkörper findet nur in der Dreidimensionalität statt und ist nicht in allen Ebenen des Energiekörpers angesiedelt. Aus dieser Falle der eingeschränkten Wahrnehmung kommen wir nur durch eine gute Dekonditionierung heraus, indem wir die Ausweglosigkeit dieses Verfangen seins sehen und den Tod als unseren Ratgeber einsetzen.

 

Der psychologische Tod des Ichs, braucht uns nicht erst am Ende des Lebens zu begegnen. Er ist Teil des eigenen Energiesystems und je nachdem, wie wir mit ihm umgehen und was wir in uns zutiefst beabsichtigen, wird er uns immer dienen. Vor allem wenn wir bereit sind, dem Ich und seinen Verstrickungen abzusterben. Der Tod geht mit dem Verlust und dem Auflösen der Illusion, der Identifikation mit allen Gedankengebilden, Vorstellungen, Tabus und Verboten einher. So geht es jetzt in dieser Zeit-Frequenz gerade um das Ganze. Alle Identifikationen mit inneren Bildern und den damit verbundenen Konzepten können nun langsam in uns absterben, desgleichen unsere Rollen, unser Status, die Sicherheiten und alles was wir als Einzelner oder als Gesellschaft glaubten errungen und angesammelt zu haben. Besitz, Geld, Macht, Denken und die Zeit, stellen das Konglomerat des Egos dar, mit allen seinen entsprechenden Anhaftungen darin. Das also darf nun alles langsam absterben, damit das Andere in uns, das essenziell und universell Ganze frei werden kann. In dieser Krise können wir uns von all diesem alten Ballast befreien und wieder eintreten in das Leben selbst, in ein natürliches einfaches Dasein....